Let in the clowns! Die Landesparteitage der Berliner AfD und das geheimnisvolle Zelt in Marzahn-Hellersdorf

Landesvorsitzende Kristin Brinker hält den letzten Strohhalm der Berliner AfD

„Der Zirkus ist in der Stadt!“ hieß es in Zeiten vor Corona und Netflix. Und alle wußten sofort, auf der großen leeren Wiese am Stadtrand ist ein skurriler Trupp angekommen – mit absurd vielen Fahnen, zu groß geschnittenen Anzügen und Plakaten, die aussehen wie aus einer längst vergangenen Zeit. Ziemlich genau das ist es aber wohl auch, was auf Marzahn-Hellersdorf in den kommenden Wochen zukommen wird. Menschen, Tiere, Sensationen! – Der Geruch von ungesundem, fettigen Essen und Tierkot, dazu eine unüberschaubar große Menge Clowns. Kurz gesagt: Ein AfD Parteitag.

Anfang Mai hatte die Berliner AfD bekannt gegeben, dass sie ihre nächsten Landesparteitage für den 5. und 6., sowie den 12. und 13. Juni plane. Unklar war bisher nur der Ort, diesen wollte die AfD nicht verraten. Um euch nicht länger auf die Folter zu spannen und weil es in Berlin auch einfach mittlerweile gute Tradition ist, dass die Antifa verkündet, was und wo von der AfD angemietet wurde: Die Landesparteitage der Berliner AfD finden auf der vermüllten Wiese zwischen der Haltoner Straße und den Gleisen der angrenzenden U-Bahn statt. Ja, richtig gehört. Aber der eigentliche Witz kommt noch! Die absurde Idee, wenn man mit seinem rassistischen Knalltüten-Verein in Berlin keine Räume mehr bekomme, einfach irgendwo im Stadtgebiet ein Zelt aufzubauen, kursiert in Kreisen der Partei ja schon länger. Allerdings hatten selbst wir unsere Zweifel, ob die gefährliche Mischung aus Verzweiflung und Wahn wirklich schon so weit fortgeschritten sei, dass dies irgendwann tatsächlich in Betracht gezogen werde. Nun ist es also so weit. Die Berliner AfD geht campen. Mitten in der Stadt. Aller Räumlichkeiten beraubt, haben sie sich schlussendlich ein großes Zelt besorgt. Für die Clowns von der Berliner AfD ist das Ganze nicht mal überraschend. Es ist im Grunde eigentlich nur konsequent für eine Partei, die für ihre letzten Parteitage eine heruntergekommene, klebrige Tanzschule ohne Brandschutztüren am Stadtrand und einen Ponyhof mit Wasserspielplatz am Arsch der Welt für angemessen hielt, nun als nächstes ein klappriges Partyzelt auf einer zugemüllten Wiese direkt neben den Bahngleisen aufzubauen. Wie ernst nehmen sich diese Leute eigentlich selbst noch? Naja, das soll nicht unser Problem sein.

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Höcke kommt. WIR AUCH!

Höcke kommt. Er tritt zusammen mit weiteren AfD-Mitgliedern auf, die jahrelang zum extrem rechten Flügel der Partei gehörten. Die strategische Auflösung des „Flügels“ tut dem Netzwerk keinen Abbruch. Unbehelligt wollen sie sich am Rand von Berlin treffen – doch wir werden ebenso kommen!

Antifaschistische Kundgebung
Freitag, 11. September | 18 Uhr | vor dem AfD-Treff „Mittelpunkt der Erde“, Mahlsdorfer Straße 2, 15366 Hoppegarten (Hönow)

Anfahrt u.a. über Bus 195 und 395  (Hönower Str. / Riesaer Str) oder Tram M6 (Riesaer Straße)
Gemeinsame Anreise aus Berlin: 16.50 Uhr S-Landsberger Allee (an den Tramgleisen)

Polizei blockiert NS-Gedenken zugunsten der AfD

„Es war eine schaurige Situation für unsere Leute“. Der VVN-BdA beschreibt im Interview wie die Berliner Polizei Antifaschist*innen auf dem Marzahner Parkfriedhof blockierte und damit der AfD die Vereinnahmung des NS-Gedenkens ermöglichte.

Quelle: Leftvision

Antifaschistisches Gedenken in Marzahn – Geht nur ohne die AfD!

Samstag 25.01.2020 // ab 11 Uhr // Antifaschistisches Gedenken auf dem Parkfriedhof Marzahn (Wiesenburger Weg 10 – S Berlin-Marzahn) am „Denkmal zur Erinnerung an die Opfer der Zwangsarbeit“

VORTREFF: 10 Uhr // S-Bhf Ostkreuz (S7)

Am 27.01.1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee befreit. Dieser Tag wird als „Internationaler Gedenktag für die Opfer des Holocaust“ in vielen Berliner Bezirken begangen. Es gibt z.B. Veranstaltungen, bei denen Blumen an Gedenkorten niedergelegt werden.
Seit einigen Jahren versucht die AfD verstärkt, an solchen bezirklichen Veranstaltungen teilzunehmen, um sie für sich zu vereinnahmen. Die Beteiligung einer (neo-)faschistischen Partei ist eine Verhöhung der Opfer des Holocaust.

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PM: AfD-Teilnahme an Auschwitz-Gedenken in Berlin verhinert

Am 26. Januar 2019 versuchte die AfD am bezirklichen Auschwitz-Gedenken in Berlin Marzahn teilzunehmen. Daran wurden die Mitglieder der rechten Partei von 50 Antifaschist*innen erfolgreich gehindert.

Bereits am 11. Januar veröffentlichte die Verinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN BDA) einen offenen Brief der sich klar gegen die Beteiligung der AfD an Gedenkveranstaltungen anlässlich der Auschwitz-Befreiung positionierte. Unterzeichnet wurde der Brief von 50 Überlebenden des Nazifaschismus und deren Nachkommen.
Diesem Aufruf folgten am 26. Januar die Kampagne „Kein Raum der AfD!“ und diverse Antifaschist*innen nach Marzahn. Hier wollte die AfD zum wiederholten Mal in Folge am jährlichen Auschwitz-Gedenekn teilnehmen und einen Kranz niederlegen. Um dies zu verhindern stellten sich bereits vor Beginn des Gedenkens Antifaschist*innen mit einem großen Transparent (“Den Opfern des Faschismus gedenken, heißt auch den Rechtsruck bekämpfen!”) vor der Gedenkstele für die Zwangsarbeiter*innen auf dem Marzahner Parkfriedhof auf.

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