Das Ende der „freundlichen“ und „sympathischen“ Gesichter

Eine Einschätzung zum neuen Landesvorstand der Jungen Alternative Berlin

Der ehemalige Landesvorsitzende der Jungen Alternative (JA) Berlin David Eckert (link is external) ist nach der Europawahl mit einer „provokanten“ These an die Öffentlichkeit gegangen: Den menschengemachten Klimawandel könnte es vielleicht wirklich geben!

David Eckert mit Birgit Bessin (MdL AfD Brandenburg) und Leyla Bilge
(v.l.n.r.) am 11.11.18 auf einer rassitischen Afd-Demonstration in Berlin (© Oskar Schwartz)

Dies sehen aber nicht alle JA’ler so und schnell zerbrach an dieser Aussage der Landesvorstand. Insbesondere die Vorstandsmitglieder Vadim Derksen (link is external), Lennart Schneider, Yannic Wendt und Ferdinand Vogel sahen ihre politische Gesinnung damit nicht mehr vertreten und traten von ihren Posten zurück.

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Erste antifaschistische Fahrraddemo in Spandau – gelungener Auftakt!

22. Juni 2019 – ein sonniger Sonnabend brachte Menschen auf die Straße, die mit Fahrrädern auf der Pirsch zu auffälligen Orten mit Nazivergangenheit und neudeutscher Geschichte waren. Bis zu 200 sollen es zeitweilig gewesen sein! Die Tour begann an der Zitadelle, die als „verlängertes Wohnzimmer“ für AfD und Neue Freiheit ins öffentliche Interesse gerückt war. Seit Dezember 2018 dürfen nach etlichen Protesten und Anträgen hier parteipolitische Veranstaltungen nur noch ab 19 Uhr statt finden, das sehen wir als einen Teilerfolg. Dann gings zum Mahnmal am Lindenufer.

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Kirchlicher, sozialer Verein „Stadtmission“ heißt Berliner AfD willkommen

Vor ungefähr zwei Wochen mussten wir feststellen, dass die Berliner AfD auf ihrer verzweifelten Suche nach Räumlichkeiten, nicht mal davor zurückschreckt, Lokalitäten anzufragen, die in der Öffentlichkeit für ein diverses, multikulturelles und multiethnisches Leitbild stehen. Genau die Leute, gegen die die Partei und ihre AnhängerInnenschaft sonst ungeniert hetzen und sie in Teilen sogar mit dem Tode bedrohen, sollen den völkischen NationalistInnen also nun Räumlichkeiten bereitstellen.

Umso erschreckender ist hierbei die Tatsache, dass ihnen laut einem Tagesspiegel Artikel die Berliner Stadtmission mit genau dieser Bitte nun entgegenkommt. Die Berliner Stadtmission ist ein selbstständiger Verein unter dem Dach der evangelischen Kirche Berlin- Brandenburg und unterstützt u. A. Obdachlose und Geflüchtete. Der Verein betreibt die Kältehilfe, die Bahnhofsmission am Zoo, sowie das Hotel Albrechtshof in der Albrechtstraße 8 in Mitte. Am Montag den 08.07. um 14 Uhr soll dort die Filmpremiere “Dieselmord im Ökowahn” stattfinden. Organisiert wird dies von den Mitarbeitern des Bundestags Peter Felser und Dirk Spaniel.

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JA Berlin wählt am Sonntag neuen Vorstand

Am Sonntag (30.6.) wählt die Berliner JA ab 11 Uhr im Reinickendorfer AfD-Lokal „Maestral“ vorzeitig einen neuen Vorstand. Nicht nur die Naziverstrickungen sorgen für Streit.

Es läuft nicht gut für den Berliner Jugendverband der AfD. Rücktritte, Naziverstrickungen sowie antifaschistische Interventionen setzen der Jungen Alternative (JA) zu. Auch im Europawahlkampf war die JA nur schwach vertreten. Zuletzt provozierte der Vorsitzende David Eckert (Friedrichsfelde, für Job bei MdB Kotré aus Düsseldorf zugezogen) nach der Europawahl mit einem offenen Brief nicht nur den AfD-Landesvorstand, sondern auch seine eigenen Leute. In dem Brief fordert Eckert mehr Klimapolitik und wirft dem AfD-Landesvorstand strategische Fehler vor. Einige seiner Vorstandskollegen reagierten verärgert: die Veröffentlichung des Briefes war ausdrücklich nicht vereinbart.

Die Rücktritte, die darauf folgten, machen nun eine vorzeitige Neuwahl des Vorstands nötig. Zurückgetreten sind der Schatzmeister Yannic Wendt (Neukölln, Campus Alternative an der FU Berlin) sowie die Beisitzer Ferdinand Vogel (Köpenick, Blogger, „Flügel“), Lennart Schneider (Schmargendorf, IB-Sympathisant) und Vadim Derksen (Nittendorf/Oberpfalz, Vorsitzender VAdM e.V., für Job bei MdB Protschka nach Berlin zugezogen). Im Rücktrittsschreiben sprachen die vier von einem seit längerem zerrütteten Verhältnis im Vorstand.

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Fahrraddemo am 22.06. – Kein Kiez für Nazis!

Kein Kiez für Nazis! Antifaschistische Stadtrundfahrt durch Spandau

15:00 Ernst-Reuter-Platz // 16:00 U7-Zitadelle Spandau

Spandau droht zu kippen! Ist für die meisten Berliner_innen Spandau ein etwas verschlafener Bezirk am Rande der Stadt, wird er für Nazikader, Thor-Steinar-Träger_innen, AfD-Prominenz und die Grauen Wölfe zu einem neuen Zentrum.
Doch ihnen wird am 22.06.2019 eine entschlossene Fahrraddemo in die Parade fahren! Wir werden Stätten rechter Umtriebe markieren und an antifaschistischen Widerstand erinnern.

Zuletzt ist eine rasante Zunahme rechter Aktivitäten zu verzeichnen: Seit 2017 versuchen Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet in Spandau ein jährliches Gedenken an den Hitler-Stellvertreter Rudolf Hess zu etablieren. Im März 2019 hat am Brunsbüttler Damm ein Thor-Steinar-Laden eröffnet, der nicht nur Nazis in Spandau, sondern auch in Berlin und Umland mit Nazi-Nickis versorgt.
Zahlreiche Sprühereien gegen Antifaschist_innen oder kurdische Genoss_innen verdeutlichen rechte Aneignungsversuche im öffentlichen Raum.

Schnappt euch eure Räder, Freundis und werdet Teil des antifaschhisischen Fahrradkorsos!

22. Juni 2019 // 15:00 Ernst-Reuter-Platz // 16:00 U7-Zitadelle Spandau

Quelle: http://antifa-westberlin.org/1107/

Kein AfD-Büro in der Köllnischen Vorstadt!

Die Treptow-Köpenicker AfD kommt in ihrem Büro in der Winckelmannstraße nicht zur Ruhe. Zu groß waren die Proteste, zu regelmäßig wurden sie mit Aufklebern und Plakaten genervt, zu wenig begeistert sind die Nachbar*innen über die braunen Umtriebe in ihrem Kiez.

Nun versucht sich die Partei an anderer Stelle im Bezirk breit zu machen und einen Raum in der Glienicker Straße 2A in der Köllnischen Vorstadt anzumieten. Vermieterin der Immobilie ist die Deutsche Wohnen – eben die Deutsche Wohnen, die seit geraumer Zeit wegen unsozialer Mietpolitik, Luxussanierung und anderer Hässlichkeiten in der Kritik steht.

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Bericht zur Demonstration gegen die AfD-Wahlparty am 26.05.2019 in Berlin-Staaken

Nachdem die für den 26.05.2019 geplante AfD-Wahlparty in Berlin Moabit nicht stattfinden konnte, da die Betreiber*innen des Loewe-Saals der AfD kurzfristig die Räume gekündigt hatten, stand die Partei zunächst ohne Veranstaltungsort da. Schließlich verkündete die AfD dann aber doch, man habe einen passenden Raum gefunden, wolle die Location aber erst kurzfristig bekannt geben. Ziel der Geheimhaltung war ganz offensichtlich, die antifaschistische Gegenmobilisierung zu erschweren. Lange ließ sich der neue Veranstaltungsort jedoch nicht geheim halten. Am 24.05. veröffentlichten verschiedene antifaschistische Accounts die Information, dass es sich bei der von der AfD geheimgehaltenen neuen Location um die Tanzschule Allround in Berlin-Staaken, nur wenige Meter vom Berliner Stadtrand entfernt, handelt. Die AfD selbst gab hierzu keine Meldung mehr heraus. Offensichtlich hat man sich bei der Berliner AfD inzwischen darauf einigen können, dass die Informationen, wo und wann ihre Parteiveranstaltungen stattfinden, in regelmäßigen Abständen von antifaschistischen Initiativen und nicht von der Partei bekanntgegeben werden.

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Schwarz und Blau gesellt sich gern! Ex Verfassungsschutzchef Maaßen zu Gast bei der AfD!

Und wieder haben wir Wind bekommen von einem Restaurant, was darauf setzt sein Geld mit der Bewirtung von NationalistInnen und völkischen RassistInnen zu verdienen. Die AfD-Desiderius-Erasmus Stiftung möchte im Restaurant Habel am Reichstag am Sonntag den 2.6. ab 18:30 Uhr eine Veranstaltung mit niemand geringerem als Ex-Schlapphutführer Hans Georg Maaßen durchführen. Thema: Freiheitsrechte vs. Verfassungsschutz. Dazu hätten auch wir einiges beizutragen, ist es doch gerade der Verfassungsschutz der uns kontinuierlich bespitzelt, überwacht und unsere Ideen, Träume, Ziele und Aktionsformen als „extremistisch“ brandmarkt.

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Berliner AfD: Recherche-Output (3. Auflage)

Am Höhepunkt des Wahlkampfs zum Europäischen Parlaments Ende Mai 2019 wurde eine Neuauflage der Recherche-Broschüre zur Berliner AfD veröffentlicht. Auf 24 Seiten werden diesmal nicht nur die Berliner AfD und ihre Funktionär*innen auf Landes- und Bezirksebene vorgestellt, sondern auch Einblick in die Dienstleistungsstruktur rund um die AfD gewährt. Schlaglichter fallen außerdem auf die parlamentarischen Mitarbeiter*innen auf Landes- und Bundesebene sowie auf AfD-Mitglieder in Sicherheitsbehörden. Mittig findet sich eine praktische Karte der aktuell von der AfD genutzten Räume. Neu dabei ist auch die Vorstellung der Potsdamer AfD, da auch hier bald gewählt wird. Insgesamt werden rund 600 Einzelpersonen (z.T. mit Bild) und Organisationen.

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Kein Tanz mit den neuen Rechten! AfD-Wahlparty zum Desaster machen! [Update]

Die AfD Berlin hat kurzfristig doch noch einen neuen Ort für ihre Wahlkampffeier aufgetan. Nachdem die NeofaschistInnen aufgrund von Protest die Loewe Säle verloren haben, wurden die Fühler nun weiter ausgestreckt. Zwischenzeitlich stand sogar das Szenario im Raum lediglich eine “interne Veranstaltung für Mitglieder und Vertrauensleute” zu oganisieren. Leider sprangen der AfD nun jedoch Anja und Christian Tamm zur Seite. Die Inhaberin der zwei „Tanzschulen Allround“ in Staaken und Falkensee Anja Thamm hat die RassistInnen herzlich eingeladen am Sonntag ab 16:30 Uhr ihre Wahlkampffeier in der Heerstraße 560, 13591 durchzuführen.

Die Zeiten für unsere antifaschistische Gegenmobilisierung ändern sich also auf:
Vortreffpunkt: 26.05.19 // 14:30 Uhr // S-Bahnhof Südkreuz (Gleis 5)
Antifaschistische Demonstration: 26.05.19 // 15:30 Uhr // Bahnhof Staaken

Nationalismus ist keine Alternative! Kein Raum der AfD! Die Wahlparty zu Brei stampfen!

Weitere Infos

keinraumderafd.blogsport.eu
facebook.com/events/329224901116353
twitter.com/noafdberlin
Hashtag: #wahlpartycrashen #b2605

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